AntWort
Impressum


 sehenswert...

https://www.youtube.com/watch?v=BuEJ8Tg3BDE












Wenn an Weihnachten Menschen in die Kirche gehen,
um der „unerhörten Botschaft“ zu lauschen,
werden andere einsam sein,
vor dem Trubel oder ihren Erinnerungen fliehen.
Wieder andere werden Türen offen halten:
in Krankenhäusern, Notfallpraxen und Kneipen.
Und manche werden unterwegs sein,
Herberge suchen, einen warmen Platz,
ein offenes Herz, einen gedeckten Tisch.

„Einer wird in all dem um Gehör schreien. …
Er wird unerkannt sein ...
Er wird da sein in dem, wofür Windel und Krippe stehen:
im Unbehausten, im manchmal `beschissenen` Leben,
im `stinknormalen` Alltag.“

Auch in diesem Band geht es darum,
dass wir erfahren und leben: Weihnachten geschieht heute.
Er, Gott, ist unerkannt da,
will auch heute geboren werden und Aufnahme finden,
uns „hautnah kommen“.














Weihnachten 2014 Hamm St. Agnes

Das eine Wort unter den vielen,
das unterzugehen droht,
das Wort, das Fleisch wird.

Der Stammbaum Jesu,
den wir weiter bilden,
auch SEIN Stammbaum sind.

Deutungen dazu in der Weihnachtspredigt hier unter weggedanken


Schön und Gefallen und Geschmackssache,
das sind gewöhnlich unsere Kriterien.
Seit dem 1. Advent befinden sich hier in der Kirche
künstlerische Annäherungen an den Gedanken der Menschwerdung:
der evolutive Gedanke bei der Rosenkranzmadonna
das weit über sich selbst hinaus reden und hoffen im Chorraum
die Polarität zwischen Frau und Mann, Tag und Nacht, Traum und Erwachen
bei den Steintafeln.

Schön und Gefallen und Geschmackssache?
Diese Blickwinkel treffen es nicht, brauchen sie auch nicht;
Kunst und Kirche lassen sich so nicht begreifen,
hier geht es vielmehr um Zeichen, um Hinweise.
Der Bücherberg oben: finde DAS Wort in den vielen,
das echte, das Wort, das im Anfang war;
der nicht hochgezüchtete Baum:
du bist keine Massenware, nicht perfekt, nicht abgerundet.

Und noch ein Zeichen, kein schönes, aber ein starkes, fast Überzogenes:
DIES soll euch ein Zeichen sein:
In Windeln gewickelt, in der Krippe liegend.

Nie schön, nie Gefallen, nie Geschmackssache:
Dieser Gott in Windeln.
Martin Luther hat so drastisch ausgedrückt,
dass man sich kaum traut es wiederzugeben:
„Gott scheißt und pisst in die Wiegen.“
Die Geschichte des Christentums erscheint dagegen wie ein Versuch,
das göttliche Kind aus der Futterkrippe in eine güldene Wiege umzubetten. Jesus bleibt jedoch der, der den unteren Weg geht.

 
































Wie gelingt es uns, die Weihnachtsbotschaft zu retten?
Ihr wieder den Ort zu geben, der sie „heutigt“,
der sie nicht in eine idyllisierte Vergangenheit presst
und damit blutleer werden lässt?
Bernd Mönkebüscher und ein Team pastoraler Mitarbeiter
verfolgen seit einigen Jahren den Ansatz,
die Vorstellung all der niedlichen Weihnachtsbilder aufzubrechen,
die gewohnte Krippe in ungewohntem Umfeld zu placieren.
Die Texte machen deutlich: Jesu Platz ist nicht in der warmen Stube,
sondern draußen, bei den Übersehenen, bei den Gemiedenen,
bei den Untersten.
Das Weihnachtsevangelium gibt denen eine Stimme,
die keinen Platz im Bewohnten und Gewohnten haben,
die keinen Platz in den Kirchen und an den Tischen der Satten finden.
Sie haben den als Bruder, der ganz unten angekommen ist.



Das Buch ist im Handel erhältlich.
Interviews und Leseproben auf:
https://www.facebook.com/pages/Und-sie-wickelte-ihn-in-Lumpen-und-Liebe/348114692019903














Eindrücke vom Gründonnerstag 2014
Eucharstie mit anschl. Mahl
und den Abschiedsreden Jesu
aus dem Johannesevangelium

























































die Osterkerze
mit Bohrungen
für die 5 Wundmale



































Worte
aus den Osterevangelien
für Altar und Ambo


























































Ein Kreuzweg aus Wortclustern



temporär in Hamm, St. Agnes



zu den 14 Stationen des Kreuzweges



als Textkartensammlung erhältlich





















Bilder


der Weihnachtskrippeninszenierung



 zu Weihnachten 2013 in St. Agnes, Hamm.



Weitere Bilder (ohne Anmeldung einsehbar):

www.facebook.com/media/set/?set=a.567526519983238.1073741830.420477558021469&type=3

Realisierung der Brücke: David Gabriel
Fotos: Pascal Nowak

Es gibt eine kleine 12 seitige Broschüre mit Bildern und Texten,

die über die Kontaktadresse für 5 Euro bestellt werden kann.




Wer von einem Newsletter-Service Gebrauch nehmen möchte,
kann mir eine Mail senden über Antwort oder über:
kontakt@wegwort.de

Auch wer nicht bei Facebook ist, findet hier unter

www.facebook.com/StAgnesHamm

oder unter

www.facebook.com/MoonlightmassHamm

Bilder und Informationen.
Raum für... ein Projekt in St. Agnes, Hamm

Eindrücke:
pastoralverbund-hamm-mitte-osten.de/pdf/Prospekt_Einblicke.pdf

Informationen:
http://www.pastoralverbund-hamm-mitte-osten.de/pdf/broschuere_raum-fuer_2013.pdf
und:
http://www.youtube.co/watch?v=7VX2vdL9C8s
und:
http://www.erzbistum-paderborn.de/44-Angebote-Service/851-Videos/15401,VIDEO%3A-St.-Agnes-in-Hamm-%28Raum-f%FCr-...%29.html





Kreuz und Agnesdarstellung für St. Agnes, Hamm


von Marlies Poss aus München




schon nachgesehen unter

www.moonlightmass-hamm.de














Tautropfen
Bindfäden von Regen
Die Erde wird fruchtbar.

Tauftropfen
Kübel voll Wasser
Der Mensch wird leben.

Sternenhimmel
Ein Glitzern als Vorhang.
Lass die Schleier fallen.

Auch wenn am Beginn die Asche steht:
Wir schwimmen ins Licht.


in St. Agnes in Hamm
Fotos von Pascal Nowak




















































































Jahreswechsel

Geschichten
Bilder
Ereignisse

Abgebrochenes
Wieder Aufgenommenes
Neu Begonnenes
Zerbrochenes

Verlorenes
Geschenktes
Geliebtes
Unversöhntes

Verpasstes
Geleistetes
Durchwachtes
Verschlafenes

Augenblicke


2011 Hl. Abend Einleitung

Weil für uns
Weihnachten nicht unter dem Baum entschieden wird,
sind wir hier.
Weihnachten wird nicht in der Familie entschieden,
nicht in den Kirchen.

Weihnachten wird auch nicht in der Krippe entschieden;
das war damals die Weise Gottes,
Weihnachten zu entscheiden. 

Normalerweise werden Fußballspiele entschieden,
Kriege werden entschieden,
es wird Etwas entschieden.
Weihnachten ist aber nicht „etwas“.

Wenn überhaupt jemand Weihnachten entscheidet,
dann nicht wir.

Und die Entscheidung ist getroffen,
längst getroffen.
Unabhängig von Baum und Familie, Kirche und Krippe.
Eine Entscheidung für die Kreatur;
nicht nur für den Menschen, nicht nur für die Erde,
sondern für alles, was lebt,
für das All.
Eine Entscheidung für das nicht Himmlische,
für das nicht Göttliche.

Weihnachten ist die Entscheidung Gottes für Seine Schöpfung;
Er steht zu dem, was Er gemacht hat,
auch, wenn alles anders verläuft,
als es gedacht war.


Er zog aus
Er zog sich aus

um uns anzuziehen


Nicht die Anzahl der Kerzen macht den Advent.
Nicht das Grün der Tannen.
Nicht die gebackenen Plätzchen,
nicht der schöne Duft.     
Nicht einmal mein Warten.

Advent heißt Ankunft.
Die Ankunft Gottes macht den Advent.
Dass Er kommt, bestimmt die Zeit.

Wo ich den Advent machen will,
verbau ich ihn.

Es liegt nicht in meiner Hand:
Das Kommen Gottes nicht,
die innere Ruhe nicht,
das Glück anderer Menschen nicht.

Wenn nichts in meiner Hand liegt,
wenn sie leer ist,
dann kann es gehen.
Denn der, der den Advent macht,
kommt mit leeren Händen.
Er bringt nichts mit:
Keinen Gegenstand, kein Geschenk,
Er bringt sich selbst mit.
Er schenkt sich.

Nicht die Anzahl der Kerzen macht den Advent.
Nicht das Grün der Tannen.
Nicht die gebackenen Plätzchen,
nicht der schöne Duft.     
Nicht einmal mein Warten.

Advent heißt Ankunft.
Die Ankunft Gottes macht den Advent.




Ein Pendel zeichnete bis zum Christ-KönigSonntag 2011 Spuren im Sand, ab Februar 2012 wieder!

Ein Pendel zeichnet Spuren im Sand, St. Agnes, Hamm. Fotos: Pascal Nowak


Bis zum August 2011 wird eine Sanduhr in der Agneskirche hängen und die fließende Zeit veranschaulichen. Wir werden Spuren sehen und hinterlassen, Zeitzeugen.
Zeit kommt und geht - halten können wir sie nicht.

In der Agneskirche wurde die Weihnachtskrippe zur vergangenen Weihnacht völlig anders aufgebaut und in Zusammenhang mit dem Kreuz gesetzt. Herausgekommen sind darüber hinaus unterschiedliche Eindrücke aus Licht und Schatten.

Zahlreiche Nachfragen haben dazu geführt, über den diesjährigen Aufbau der Krippe in der Agneskirche eine Bilderdokumentation anzufertigen. Herausgekommen ist ein 40 Seiten starkes Heft mit zahlreichen Bildern, betrachtenden Texten von Dr. Matthias Sellmann aus Hamm und mir.

Dieses Heft kann ab dem 29. 01. 2011 in der Sakristei St. Agnes sowie im Pfarrbüro St. Agnes für 6 €  erworben werden. Es kann auch gern versandt werden. (Tel. 02381/24419)





„Niemand zwang ihn zu kommen
und er fand: Götter gab es genug.
Da zog er sich
in den äußersten Winkel zurück
in einen Stall
in ein Holz.“

Wenn Ihnen der Rummel
auch zu sehr auf die Nerven geht;
wenn Sie müde sind
vom Ablaufen der Weihnachtsmärkte;
wenn Sie drauf und dran sind,
das Schenken ganz einzustellen;
wenn Sie am liebsten weglaufen möchten
und froh wären,
wenn Weihnachten doch schon vorbei wäre –
dann sind Sie auf dem besten Weg,
diesen kleinen Text von Wilhelm Bruners
zu verstehen!
Götter gibt es heute mehr als genug.
Wir brauchen keine Verdopplung der Hoffnungslosigkeit!
Aber wir brauchen EINEN,
der eine ganz „neue Rolle spielt“ –
eine menschliche.

Weihnachten wird Gott ganz und gar parteiisch,
wenn er menschlich wird.
Einer an der Seite der Kleinen und Schwachen;
an Deiner und meiner Seite.
Göttlich ist das!
Und eigentlich auch richtig menschlich!




Jeder fünfte möchte Weihnachten abschaffen!
(Westfälischer Anzeiger Dezember 2009)

Zählen Sie auch dazu?
Sehen Sie sich auch unter Druck gesetzt
und fürchten sich vor Streit und vor dicker Luft?

Ich möchte Weihnachten nicht abschaffen,
ich möchte es feiern.
Mir würde etwas fehlen ohne dieses Fest.
Mir fehlten:
Erinnerungen, Lieder, Geschichten,
Bilder, Gerüche, Überraschungen,
Lichter, Freundlichkeiten und Besuche.
Manchmal bin ich mir nicht sicher,
ob meine Art, Weihnachten zu feiern,
Christus wirklich bei mir ankommen lässt
und Ihm Hand und Fuß verleiht.
Aber ich bin mir auch nicht sicher,
ob Ihm ein abgeschafftes Weihnachten mehr dienen würde.

Nein, ich möchte Weihnachten nicht abschaffen,
ich möchte es so feiern,
dass es mit Christus zu tun hat.
Dann macht es mir keinen Druck –
und wenn es dicke Luft gibt,
dann ist es wie im Stall von Bethlehem,
wo die Luft sicher auch nicht dünn und klar war.
Ich möchte Weihnachten feiern
mit all den Erinnerungen,
mit Wehmut und mit einem Gefühl von Erfüllung.

Ja, mir würde etwas fehlen ohne dieses Fest:
mir würde der Glaube fehlen,
dass in Christus Himmel und Erde
zusammen kommen,
dass in der Menschen zerbrechliches Fleisch
Gott wohnen will.


Wo ist die Zeit geblieben?
Schon wieder!
Gerade noch…
Am Beginn des Advent begegnen sich zwei Kirchenjahre:
das eine geht – das andere kommt.
Am Wendepunkt steht Christus als König,
als der auf die Welt Gekommene
und als der am Ende der Zeiten Wiederkommende.
Endzeitliche Stimmung.
End-zeitlich – die Zeit endet,
sie ist nicht ewig.
Ewig ist zeit-los:
Kein Vorher, kein Nachher, sondern ständige Gegenwart.
Manchmal spüren wir ständige Gegenwart:
wenn wir versinken, wenn wir uns verlieren,
wenn wir ganz wach und ganz da sind.

Der Advent ruft uns zur Wachsamkeit,
zum ganzen Dasein.
Denn Er bereitet uns vor auf die Gegenwart,
auf das Kommen des Herrn.
Wir dürfen wieder neu lernen,
ganz gegenwärtig, ganz wach, ganz hell zu sein,
um schon jetzt ständige Gegenwart anfänglich
verkosten zu können.

Verschiedenste Angebote möchten dabei helfen.
Wählen Sie aus, sorgen Sie gut für sich,
damit der Advent kommt,
das Einüben der Wachsamkeit,
das sehnsuchtsvolle Warten.
Denn das ist unsers: warten, sich öffnen,
damit der Herr geben kann;
damit wir wieder spüren, die Ewigkeit,
das zeitlose Verweilen ist schon angebrochen.


Allerheiligen – Allerseelen:
Diese Tage
sind wie eine kleine Osterliturgie des Herbstes.
Wir schauen am Allerheiligentag in den Himmel,
die Vollendung der Getauften, der Glaubenden,
und am Allerseelentag auf die Erde,
die seufzt und in Geburtswehen liegt.
Wir jubeln und wir trauern,
wir spüren Dunkelheit und wir entzünden Lichter,
wir gehen nicht vom Winter in den Frühling
wie zu Ostern,
sondern vom Herbst in den Winter.
Übergang!
Übergang vom Leben zum Tod und vom Tod zum Leben.
Feiern wir im Frühjahr Ostern
in der überschwänglichen Freude
über die neu erwachte Natur,
die zum Bild und Gleichnis des neuen Lebens
und der Auferstehung wird,
feiern wir Allerheiligen und Allerseelen
als „herbstliches Ostern“
mit Blick auf die sich zurückziehende Natur,
auf das sterbende und gestorbene Leben.
Jetzt erhält das Osterlicht besondere Kraft:
In der Trauer von Dunkelheit und Tod
muss es leuchten und erneut Licht entfachen,
so wie es in der Osternacht neues Licht entfacht
in der dunklen Kirche.
Ehrlich gesagt: ich mag diese Tage,
ihre eher verhaltene Feierlichkeit,
ihren Wechsel von Licht und Dunkel,
laut und leise – denn so ist unser Leben.
Feiern wir sie als „herbstliches Ostern“
mit allen guten Gedanken, die trösten
und neues Leben entfachen.



Fülle – genug ist nicht genug                
So beginnt ein Herbstgedicht
von Conrad Ferdinand Meyer (1825-1898),
das einer Betrachtung im Kirchenraum St. Agnes
den Namen gibt.
Zu sehen sind Gefäße aus Gas-, Elektro- und Erdbrand
von Luise Meyer-Grobe aus Schmallenberg.
Der Beginn ist am 26.09. um 17 Uhr:
die Künstlerin wird zugegen sein,
Gedanken zum Gefäß, zur Schale,
zu Maria als Vase, als Gefäß des Hl. Geistes
werden die Eröffnung begleiten
und einen geistlichen Zugang verschaffen.
Musikalisch begleitet wird die Eröffnung
von Uta Harder (Gesang) und Hugo Harder (Orgel).

Fülle – genug ist nicht genug                
Gibt es etwas, was uns Menschen GENUG ist?
Eigentlich leiden wir mehr an unserer Ungenügsamkeit:
Wir sind uns selbst nicht genug,
und auch andere Menschen sind uns nicht genug.
Alle Fülle, die wir erleben:
In der Liebe, im Mahl, im Schlaf, im Glück
ist begrenzt, ist vom Abschied begleitet,
vom Augenblick und der Vergänglichkeit.
Wir saugen auf wie ein Schwamm,
nehmen auf wie eine Schale –
und sind doch eher ein Sieb, durch das alles träufelt –
wir halten nichts.

Fülle – genug ist nicht genug                
„Gott allein genügt“ sagt die hl. Theresia von Avila,
deren Gedenktag wir am 15.10. feiern.
Gott allein genügt.
Ich wünsche uns, dass wir für diese Botschaft nicht Sieb, sondern Schale und Vase sind.




Sommerpause –
Jährlich setzen die Sommerferien eine Zäsur.
Viele fahren weg,
es wird insgesamt etwas ruhiger.
Einhalten ist angesagt.
Kirchlich, politisch, gesellschaftlich:
das erste Halbjahr war: ja, wie war es?
Es gab Rücktritte, Erschrecken, Verletzungen
in der Kirche und in der Politik.
Es wurde bekannt,
was niemand für möglich hielt.
Und es wurde deutlich,
dass wir mit manchem
so schnell nicht fertig sind und werden.
Sommerpause:
Wir brauchen eine Denkpause, eine Zäsur.
Vieles muss neu überdacht werden.
Es muss nicht nur neu durchdacht werden,
vielleicht braucht es auch
ein neues Überdach, einen neuen Schutz.
Das erste Halbjahr ist um,
das „alte“ Schuljahr läuft aus.
Es gab Anstrengungen überall,
auch in den Gemeinden.
Jetzt ist Zeit zum Ausatmen.
Wer keine Entspannung hat,
erträgt auch keine Anspannung.
Wer nicht ausatmet,
kann nichts Neues aufnehmen.
Und zwischen Ein- und Ausatmen
gibt es einen ganz kleinen Augenblick:
der ist wichtig,
der ist jetzt dran.
Ich wünsche uns Gottes Segen dazu!


Pfingsten 2010
beschämt und verärgert über menschliches Versagen in der Kirche,
beladen mit Schuld, erstarrt, geschrumpft, eingeschüchtert, erschrocken,
zukunftsorientierte Worte aus Rom und anderswo vermissend
kommen wir zusammen,
möchten uns am liebsten einschließen, verkriechen,
wie es schon einmal war – und immer wieder ist,
wenn Jesus nicht in der Mitte ist.

Pfingsten 2010
einmal mehr sprach-los geworden,
eingetrocknet die Worte auch bei uns, die so nötig wären,
damit es neuen Aufbruch geben kann,
enttäuscht ob fehlender Visionen
kommen wir zusammen,
aber mit dem stärkenden Rückenwind 8 verbindender Gebetseinheiten
in dieser vergangenen Woche.

Pfingsten 2010
auf der Suche nach dem Alphabet einer neuen Sprache,
die uns den Willen Gottes heute verstehen lässt und die Menschen
und uns selbst, kommen wir zusammen,
in einer Vigil, in einer Nachtwache,
denn manches Licht ist aus.

Pfingsten 2010
am Vorabend dieses 50. Tages nach Osten,
der Tag, der vollendet, abschließt und eine neue Zeit beginnen lässt,
kommen wir zusammen.
Das Licht von Ostern hat uns begleitet:
vor sieben Wochen dem prasselnden Feuer entnommen,
hoch aufgerichtet in unseren Kirchen,
muss es er-neut auf die Erde,
so wie damals Zungen aus Feuer sich niederließen
und Menschen Feuer und Flamme sein ließen.


Karfreitag


Auf der Erde liegen ist schön:
im Sommer, wenn der Boden warm ist,
und alles nach Blüte und Frucht riecht.


Am Boden liegen ist grausam,
wenn man nicht mehr weiter weiß,
wenn wir gefallen sind und nicht auf können.


In der Erde liegen ist Hoffnung:
Aufbrechen zum Neuen,
ausgesät sein für die Ewigkeit.


Jesus:
auf die Erde gekommen,
am Boden gelegen,
in die Erde gesenkt:
erbarme Dich unser




Wir schauen auf das Kreuz.
Es begleitet uns:
mal als Siegeszeichen, mal als Martyrium,
mal in der Mitte unseres Blickes, mal am Rand.
Immer ist es da:
stehend, liegend, hängend.


Wir schauen auf das Kreuz.
Das nackte Kreuz.
Der daran hing,
ist selbst Kreuz und Tod geworden.
Und Baum des Lebens.


Wir schauen auf das Kreuz:
das Leiden der gesamten Kreatur,
das kreatürliche und das durch Menschen verursachte Leiden.
Wir schauen hin.



Es wird heller
sagen sich die Menschen in diesen Tagen
Aber wenn die Bäume
wieder aus den Häusern verschwinden
und der Schnee grau und schmutzig wird
dann erleben sie etwas anderes

Jetzt das Licht sehen
ist die gleiche Herausforderung
wie sie die Hirten eingingen
wenn die biblische Geschichte sagt
Als die Engel die Hirten verlassen hatten
sagten sie zueinander:
kommt, wir gehen nach Betlehem


Ist er wieder zu früh gekommen, der Heilige Abend?
Findet er uns erneut überrascht vor;
Überrascht nicht nur, weil der Advent verflogen ist,
sondern ein ganzes Jahr?
Sag: War es nicht erst gestern, als wir zur Weihnacht hier waren?
War es nicht erst gestern, als unsere Füße den warmen Sand spürten
und unsere Haut die schmeichelnde Sonne?
War es nicht erst gestern, als das neue Jahr vor dir lag
wie ein spiegelglatter See?

Was ist Zeit? Was ist Leben?
Ein Flug?
Eine Hast?
Eine Jagd?

Und was – und wer bist Du darin?
Mithastender, Mitfliegender? Mitgejagter?
Oder Zurückbleibender? Hinterherschauender? Nicht mehr Mitkommender?

Die Füße, das Herz,
die Tradition, die Gewohnheit,
die Suche, das Gefühl – was auch immer Dich und mich
in die Kirchen führt:
lass uns zusammen sein,
lass uns vor Gott sein.
Lass uns neu hören, was damals geschah und heute wirklich ist.
Lass uns Zeit haben füreinander
und für den, der Zeit und Ewigkeit ist.

Lass uns die alten Lieder und Worte nehmen wie einen Baum am Weg,
der Halt gibt;
lass uns den Raum nehmen wie eine Oase in der Zeitwüste.
Sei ganz bei Dir, damit Du da bist, in Deinem Haus,
wenn der kommt, der immer bei Dir sein will.




Schaltuhren umgestellt
Kerzen hingestellt
nun kann er kommen:
der Advent.

Was stelle ich hin
was stecke ich um
dass ER kommen kann?




Ich freue mich über die Aufnahme kleiner Texte von mir in folgenden  Büchern: 




Angelika Büchelin (Hrsg)
Schließ die Augen, sei ganz Ohr
Mit allen Sinnen leben
112 Seiten, kartoniert
ISBN 978-388671-896-2
Verlag am Eschbach, 2009


Angelika Büchelin (Hrsg)
Österlich leben
128 Seiten, gebunden
ISBN 978-388671-897-9
Verlag am Eschbach, 2009















Angelika Büchelin Hg.
Segen für den Weg des Lebens
empfangen – erfahren – weitergeben
Verlag am Eschbach, 2009





Von guten Engeln wunderbar umgeben
32 Textkarten mit beflügelnden Worten
Verlag am Eschbach, 2009












Besuchen Sie doch auch:
www.pastoralverbund-hamm-mitte.de



Unter Nachgedacht: Reinhold Stecher, em. Bischof von Innsbruck
schreibt an Prof. Medard Kehl zur Lage der Kirche!



auf einmal
OSTERN

zumindest
auf einmal

sichtbar geworden...



noch einmal riecht es nach weihnachten
ob wohl er längst schon trocken ist und nadelt
es wird zeit

manchen abend hat er geleuchtet
und festlich gemacht

gleich wird sein platz leer sein
aber sein duft wird einige stunden bleiben
die erinnerung noch länger


Einmal die Welt anhalten können,
das nervöse sich Drehen stoppen,
den Pendel der Uhr festhalten,
das laute Ticken unterbrechen,
vom fahrenden Zug der Zeit springen und im grünen Gras landen -
einmal nicht von einen Tag in den nächsten getrieben werden…
einmal sagen: es ist gut!

Allen Besuchern meiner Seiten  ein gesegnetes Jahr 2009!

Das Jahr ist um.
Das Buch ist voll.
Wir haben unsere Feste gefeiert
und unsere Tränen geweint
Wir haben geschwitzt und gefroren
Licht und Dunkel erlebt.
Alles war:
Warten, Hoffen,
Trauern, Freuen,
Gelingen, Scheitern,
Kämpfen, Erliegen.

Das Jahr ist um
das Buch ist voll
Nein!
Wir zählen eine Zahl weiter, blättern eine Seite um,
aber der Stift, mit dem wir schreiben,
hat noch genug Tinte für ungeschehen Schönes,
für ungetan Gutes
und ungeträumt Süßes.
Gott wird uns die Hand führen -
und aus einzelnen Worten werden Verse.



Geheimnisvoll dunkel steht er in meinem Wohnzimmer,
noch unbeleuchtet glänzt der Schmuck des Baumes
schwach im Schein der Adventskerzen.
Auch so ist er schön...


Sie werden sich wieder auf den Weg machen,
Maria und Josef
und wie sie alle heißen,
um dem einen Weg zu bereiten,
der sie angerührt hat.

Sie werden sich wieder auf den Weg machen,
die Hirten und die Könige,
und was sie alles sind,
um dem einen Weg zu bereiten,
der sie selbst auf den Weg gerufen hat.

Sie werden sich wieder auf den Weg machen,
Ochs und Esel und die Menschen,
wo immer sie auch sind,
um Wärme in die Welt zu bringen und Licht.

Herr, segne die guten Gedanken der Menschen,
ihre Wünsche und Träume,
segne ihr Eilen und Laufen,
ihr Innehalten und Ruhen.
SEgne die Märkte und Marktbeschicker,
die Verkäuferinnen und Käufer,
damit nicht nur Ware verkauft,
sondern Menschlichkeit geschenkt wird.


Adventskranz?
Als Kind konnte er mir nicht
rund genug sein
und rot

In diesem Jahr will ich keinen Kranz
denn nichts ist rund und rot

Ich werde nach einem anderen Zeichen suchen
eins, das nicht im Laden steht,
weil es meins ist



noch nicht
noch einen Moment warten
bis die erste Kerze brennt

noch nicht
noch ist nicht Advent

warten
sonst wird es nur:
schon wieder

warten
ruhig werden
hinter sich lassen
still sein

etwas Neues beginnt
eine neue Zeit

jetzt



Mit den Füßen
das Laub aufwirbeln
und mit dem Laub
die Farben des Vergangenen

Heute noch leuchtet es rot und gold -
und Morgen?



Johannestag
Jahresmitte
Wechsel vollzieht sich
Du merkst es nicht
Noch nicht

Noch blüht es
Noch wächst es
Noch wärmt die Sonne

Wenn Du es merkst
ist es schon geschehen




Was ist es,
was meinem Glauben eher entspricht?
Üppige Fülle am Ostertag
oder radikale Leere am Karsamstag?

In den Kirchen
hat alles wieder seinen Platz gefunden:
Licht, Kerzen, Blumen.
Wir stellen heraus,
wir stellen hinein.

Hat sich
an der Osterkerze
nur die Jahreszahl verändert?


Spätherbst
Der Sommer liegt verwaschen auf der Erde,
tief zieht er ein in dunklem Boden;
vergangen ist, was kurz nur aufgeleuchtet in rot und gelb;
blass und braun wird er, schwach und still.


Alltagsurlaub


Den Rhododendron blühen sehen
des Nachbarn Rasenmäher überhören
einen Cappuccino trinken

und tief durchatmen




Ein neues Buch aufschlagen
in eine andere Welt abtauchen
von sich selbst loskommen
erlaubte, gewünschte Neugierde
unentdecktes Zuschauen
Menschenleben seitenweise in der Hand haben
und begleiten
nach - Denken
Fremdes erschlossen bekommen
andere Gedanken als die eigenen finden

mehr als nur Worte




Am späten Abend
noch einmal vor die Türe gehen
in den Himmel schauen
die Welt um sich vergessen
sich an die Hand nehmen
oder in den Arm
und:

es ist gut




am ende einer Nacht, die schwer wie Blei
am ende einer Woche, die nicht mich wollte
sondern nur mein Schaffen
und Funktionieren
morgens in Ruhe
das Prusten der Kaffeemaschine
den Duft frischer Brötchen
glänzend gelbe Butter
und einfach
aufatmen




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lyrische Texte unter
Wegwort

Texte aus unserem Buch "bilder vom abschied" unter
bilder vom abschied

Projekte, Kunst im Kirchenraum u. a. unter
vonWegen

meine Sonntagspredigten unter
WegGedanken

Gefundene Gedanken und Texte unter
Nachgedacht

Tips und Links unter
WegGefährten

Nachdenkliches zum Kirchenjahr unter
Zeitworte